Ein Mann, ein Wort. Adventskalender für Väter

Ein Mann, ein Wort. Adventskalender für Väter

Ein Zelt im Schnee mit Schlitten und Lagerfeuer: Stimmt, zu einem Mütteradventskalender würde dieses Titelbild nicht passen. Und wir Väter sind ja tatsächlich etwas vernachlässigt. Während die Befindlichkeiten, Sorgen und Freuden der Mütter in der Öffentlichkeit bedacht werden, bleiben die Väter oft im Schatten – so wie Josef, der auf vielen Krippendarstellungen das Feuer entfachen oder gebückt hinter Maria stehen darf, während die „holde Magd“ sich im Lichte ihres Sohnes sonnt. Problem erkannt – und der dreifache Vater Stefan Weigand hat es gebannt, indem er den Vätern wenigstens einen Adventskalender gönnt. Er ermutigt Väter, frühmorgens, bevor der Familientrubel losgeht, einen Spaziergang zu machen; er hält eine Lobeshymne auf den Muskelkater, lädt zum Experiment „Ärgerstopp“ ein, nimmt statt Bibelzitaten gerne andere weise Sätze, zum Beispiel von Sting: „Be yourself – no matter, what they say.“ Weigand sinniert über die Unvermeidlichkeit des eigenen Todes, bekennt seine Liebe zum Plattenspieler, erkennt sich selbst im eigenen Kind und gibt zu, dass er eigentlich gar nicht genau sagen kann, was Weihnachten ist. Sympathisch und kreativ, dieser Vater – und mit großem Herzen für alle Väter, die sich nicht trauen, ihre Sehnsüchte zu verwirklichen. Und garantiert ohne Rezept und Bastelanleitung.

 

Stefan Weigand: Ein Mann, ein Wort. Adventskalender für Väter, Patmos-Verlag Ostfildern 2017

 

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